HIRN SUCHT HERAUSFORDERUNG

17 Jun 2008

 

„Hirn, Humor und Sachverstand“ – Fragen und Antworten zur letzten Veranstaltung

 

Mit zwei erfolgreichen Veranstaltungen und ausführlicher Berichterstattung endet die Reihe „Hirn, Humor und Sachverstand“.

 

Sie hätten die Vorträge auf den Veranstaltungen bei Hirn, Humor und Sachverstand“ sowie die Beantwortung von fragen zu ihrem Zweitjob machen können: der Gehirnexperte Prof. Dr. Volker Sturm und der Diplom-Psychologe Prof. Henning Allmer. Zusammen mit dem Kabarettisten Jürgen Becker hätten sie nicht nur zweimal, sondern viele Male mehr die Säle gefüllt, so enorm war die Nachfrage. Immer wieder wurde der Wunsch von denjenigen geäußert, die keine Eintrittskarte ergattert hatten, ob es nicht möglich sei, an die Vorträge zu kommen, Infomaterial zu erhalten, mit Buchtipps versorgt zu werden. Zusammen mit den Experten wird der „Kölner Stadt-Anzeiger“ dies tun und die Vorträge online stellen, so dass sie dort abgerufen werden können. Vor allem Lehrer hatten für ihre Schulklassen danach gefragt, um die Informationen für den Unterricht zu verwerten. Sobald das Online-Angebot fertig ist, wird die Redaktion die Leser informieren.

 

Genauso oft wurde allerdings auch die Frage gestellt, ob man denn Privatpatient sein müsse, wenn man sich von dem Gehirnexperten Sturm behandeln oder untersuchen lassen wolle. Das muss man beileibe nicht. Kassen- und Privatpatienten werden in der Uniklinik in Köln für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie gleichermaßen behandelt. Auskünfte erhält man unter der Rufnummer 0221/4 78 45 80. Dort wird auch die Terminvergabe für Untersuchungen und Behandlungen koordiniert. Operiert werden selbst betagte Patienten,  was viele Leser interessierte, die dich Sorgen machen, dass sie aufgrund ihres Alters abgewiesen werden. Es zählen nämlich nicht die Lebensjahre, sondern ausschlaggebend ist das biologische Alter. Sturm: „Wenn Kopf und Körper noch fit sind, dann besteht eher keine Einschränkung. Das lässt sich aber erst nach einer eingehenden klinischen Untersuchung und einer Untersuchung im Kernspintomographen feststellen. Und was anscheinend viele bewegt, ist die Frage, was Alkohol im Hirn bewirkt. Sturm gibt darauf eine klare Antwort: „Bei bis zu 30 Gramm am Tag, also umgerechnet ein Viertel Liter Wein, richtet Alkohol keine Schäden an. Ab 60 Gramm pro Tag, also einem halben Liter Wein zum Beispiel, macht Alkohol definitiv krank.“

 

Die Sorge vor Krankheit im Alter und vor allem der Verlust der geistigen Fitness beunruhigt die Menschen zutiefst. Muss es aber nicht. Zwar wird der Mensch mit zunehmendem Alter etwas langsamer, das lernen fällt etwas schwerer und das Gedächtnis spielt auch nicht immer mit. Aber, so Sturm und Allmer: „Wer körperlich und geistig aktiv, sich genügend bewegt und sein Gehirn mit neuen Aufgaben immer wieder fordert, kann diesen Prozess deutlich hinauszögern.“

 

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Quelle:

Kölner Stadt-Anzeiger

Von Marie-Anne Schlolaut

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